Station 5: Brücken verbinden

Brücken verbinden – sie sind nicht nur ein Zeichen für die grenzüberschreitende Freundschaft, sondern das Kernelement für eine optimale Vernetzung der Bevölkerung im 3Land. Aus diesem Grund ist der Bau weiterer Brücken geplant.

Im Perimeter des Gebietes 3Land gibt es momentan drei Rheinbrücken: Die Palmrainbrücke und die Dreirosenbrücke begrenzen das Gebiet im Norden und im Süden. Die Dreiländerbrücke für FussgängerInnen und Velos verbindet Weil am Rhein und Huningue. Aktuell ist das 3Land-Gebiet mit den öffentlichen Verkehrsmitteln also nur über die beiden äusseren Brücken erreichbar.

Esther Keller – Regierungsrätin des Kantons Basel-Stadt – über die Mobilität und neue Verbindungen im 3Land

Wolfgang Dietz – Oberbürgermeister der Stadt Weil am Rhein – über die Bedeutung von Brücken

Jean-Marc Deichtmann – Bürgermeister der Ville de Huningue – über Brücken als Friedenssymbol

Übersichtskarte des Raumkonzepts ©Team LIN

Schon in der Entwicklungsvision von 2011, sowie im 2015 erarbeiteten Raumkonzept wurde festgehalten, dass für die Entwicklung des 3Land-Gebietes und ein engeres Zusammenwachsen der drei Stadtteile weitere Brücken nötig sind. Denn nur so können Grenzen einfacher und schneller überwunden werden.

Im Raumkonzept wurden drei weitere Brücken vorgeschlagen:

  • Auf der Höhe der Wiesenmündung (Basel) nach Huningue soll eine Brücke für den öffentlichen sowie Fuss- und Veloverkehr entstehen.
  • Zwischen dem Basler Dreiländereck und Weil am Rhein soll der Radweg entlang des Rheins verlängert und mit einer Fahrrad- und FussgängerInnenbrücke ergänzt werden.
  • Dereinst könnte auch zwischen dem Klein- und Grossbasler Ufer auf der Höhe des Novartis Campus eine Brücke für VelofahrerInnen und FussgängerInnen entstehen.
Perspektive der neuen Rheinbrücke von Huninguer Seite ©Marie Soehnlen

Mit diesen neuen Brücken rücken die Städte näher zusammen. Sowohl die Brücken als auch die Brückenköpfe und Umsteigestationen sind für die angrenzenden Quartiere wichtige neue Orte für Austausch und Begegnung. Kurze Wege und die Vernetzung der Quartiere mit den grossen Verkehrsknotenpunkten aller Länder sind entscheidend für ein attraktives öffentliches Verkehrsangebot.

Darstellung der möglichen Verkehrsachsen ©Häseli & Hilti

Mit der Dreiländerbrücke haben die Städte Weil am Rhein und Huningue bereits die Erfahrung gemacht, dass eine Brücke einen sehr positiven Einfluss auf das Zusammenleben hat: Jährlich queren eine Million Menschen die Passerelle und geniessen den Austausch, der vor dem Bau der Brücke nicht möglich war.

Die Verkehrsstudie von 2018 zeigt auf, dass eine neue Rheinbrücke zwischen Huningue und Basel das zentrale Element für die Weiterentwicklung des 3Land ist. Die Brücke für den öffentlichen, Fuss- und Veloverkehr ermöglicht eine optimale Erschliessung der Entwicklungsgebiete und der neuen öffentlichen Räume.