Station 7: Quartieraufwertung in Weil am Rhein

Im Dialog mit den BürgerInnen wandelt sich Friedlingen von einem abgegrenzten Gewerbestandort zu einem attraktiven Ort für Wohnen, Arbeit und Leben am Rhein, zu einem Impulsgeber für das 3Land.

Der Weiler Stadtteil Friedlingen ist der südwestlichste Punkt Deutschlands. Er ist von Grenzen umgeben: dem Rhein, den Staatsgrenzen, der Autobahn und den Bahngleisen.

Seit Jahrzehnten verändert sich Friedlingen behutsam. Nach dem Brückenschlag nach Huningue und nicht zuletzt der Tram-Verlängerung von und nach Basel, hat die Stadtverwaltung Weil am Rhein mit den BürgerInnen vor Ort über die Zukunft und Chancen von 3Land gesprochen. Im «Friedlinger Dialog» (seit 2014) wurde deutlich, dass Weil am Rhein sich zum Rhein hin öffnen möchte. Durch die Verlagerung und Konzentration der Hafennutzung aus der Stadt hinaus in den Norden konnte der Rheinpark erweitert werden.

Friedlingen entwickelte sich damit von einem abgegrenzten Stadtteil mit Hafen- und Gewerbestandorten zu einem Impulsgeber für das 3Land - ein attraktiver Ort für Wohnen, Arbeit und Leben am Rhein.

Entwicklungsziele für Friedlingen bis 2025

  • Mit der Einrichtung von mehr Freiräumen, Grünflächen und Begegnungsorten eine familienfreundlichere Umgebung schaffen.
  • Mit der Erweiterung und Umgestaltung des Rheinparks den Zugang zum Wasser ermöglichen.
  • Eine «Kulturachse» einrichten: vom Kulturzentrum «Kesselhaus » bis zum Rhein Kunst und Kultur sichtbarer machen.
  • Öffentliche und private Gebäude durch eine staatlich geförderte energetische Sanierung zeitgemäss aufwerten.

Zu den ersten umgesetzten Massnahmen gehören die neue Sportanlage mit Rasen- und Kunstrasenplatz sowie die Freilufthalle "McArena", die von Kindern und Jugendlichen begeistert genutzt werden. Der Bau des Kinder- und Jugendzentrums mit Kindertagesstätte vervollständigt das Angebot für Familien.

Von 1880 bis 1982 haben die «Färberei und Appretur Schusterinsel» oder die «Färberei Schetty» und nicht zuletzt die «Seidenstoffweberei Robert Schwarzenbach & Co.» das Leben und den Alltag in Friedlingen bestimmt. Friedlingen war ein international wichtiger Textilstandort an der Grenze zur Schweiz und zu Frankreich. Nach dem Rückgang der Textilindustrie wurden die Gebäude und Flächen umgenutzt. Die Sheddachhallen und das Kesselhaus des Schwarzenbach-Areals beherbergen heute gewerbliche Arbeitsplätze, Gastronomie sowie Kunstateliers und Kultur.