Station 1: 3 Städte – Gemeinsam in die Zukunft

Die drei Städte Basel, Weil am Rhein und Huningue nutzen die einmalige Chance, ein grosses Gebiet koordiniert, grenzüberschreitend, nachhaltig und innovativ zu entwickeln: Das 3Land.

Dreiländereck © Daniel Spehr

Das Gebiet zwischen der Dreirosen- und der Palmrainbrücke ist im Umbruch. In den Häfen werden zunehmend Güter in Containern angeliefert anstatt als Stück- oder als Schüttgut. Die chemische Industrie lagert die Produktion mehr und mehr aus, wodurch riesige Areale neu- oder umgenutzt werden. Die drei Städte Basel, Weil am Rhein und Huningue haben erkannt, dass mit einer gemeinsamen Planung Synergien entstehen. Sie nutzen die einmalige Chance, ein grosses Gebiet koordiniert, grenzüberschreitend, nachhaltig und innovativ zu entwickeln: Dieses Gebiet heisst 3Land.

360°-Sicht rund um das Dreiländereck

Von der Entwicklungsvision 3Land zur Planungsvereinbarung

Unterzeichnung der Planungsvereinbarung ©Andreas Maurer/CH Media v.l.n.r: Charles Buttner (Präsident Conseil Général du Haut-Rhin), Hans-Peter Wessels (Regierungsrat Kanton BS), Jean-Marc Deichtmann (Bürgermeister Huningue) und Wolfgang Dietz (OB Weil)
Unterzeichnung der Planungsvereinbarung ©Andreas Maurer/CH Media v.l.n.r: Charles Buttner (Präsident Conseil Général du Haut-Rhin), Hans-Peter Wessels (Regierungsrat Kanton BS), Jean-Marc Deichtmann (Bürgermeister Huningue) und Wolfgang Dietz (OB Weil)

2011 hat das niederländische Architekturbüro MVRDV mit Cabane und Josephy aus Basel die «Entwicklungsvision 3Land», einen städtebaulichen Entwurf für einen trinationalen Stadtteil zwischen der Dreiländerbrücke und der Palmrainbrücke, vorgelegt.

Diese Entwicklungsvision bildete den konkreten Anstoss, die gemeinsamen Absichten in einer Planungsvereinbarung festzuhalten. 2012 wurde die Vereinbarung von den drei Städten unterschrieben

Die Wanderausstellung zum Raumkonzept 3Land v.l.n.r. Hans-Peter Wessels (Regierungsrat Kanton Basel-Stadt), Wolfgang Dietz (Oberbürgermeister von Weil am Rhein) und Jean-Marc Deichtmann (Bürgermeister von Huningue) © Wendel Hilti
Die Wanderausstellung zum Raumkonzept 3Land v.l.n.r. Hans-Peter Wessels (Regierungsrat Kanton Basel-Stadt), Wolfgang Dietz (Oberbürgermeister von Weil am Rhein) und Jean-Marc Deichtmann (Bürgermeister von Huningue) © Wendel Hilti

In der Vereinbarung wurden gemeinsame Entwicklungsziele definiert, wie zum Beispiel die Verbesserung der Zugänglichkeit zum Rhein oder die Schaffung von mehr Grün- und Freiräumen. Während die individuellen Planungen der Städte zuvor an den Grenzen endeten, überwindet das gemeinsame Vorgehen die nationalen Grenzen.

Basierend auf der Entwicklungsvision und der Planungsvereinbarung wurde das Planungsbüro LIN (aus Berlin und Paris) zusammen mit interdisziplinären Teammitgliedern aus Frankreich, Deutschland und der Schweiz beauftragt, ein «Raumkonzept » (Masterplan) für die weitere Planung zu entwickeln. Dieses Raumkonzept zeigt mögliche Entwicklungen auf. Es wurde 2015 in einer trinationalen Wanderausstellung vorgestellt und an zahlreichen Veranstaltungen diskutiert.

Aufgrund der Erkenntnisse aus dem Raumkonzept 3Land und den Rückmeldungen der Öffentlichkeit, haben die Planungspartner 2016 eine zweite Planungsvereinbarung für den Zeitraum 2016-2020 unterzeichnet. Darin halten sie fest, wie sie das Raumkonzept 3Land in den künftigen Planungsarbeiten weiterführen und konkretisieren werden.

Die Planungsvereinbarung wird stetig aktualisiert, um neue Gegebenheiten und Anforderungen aufzunehmen und die Zusammenarbeit weiterzuführen.

Der 3Land-Perimeter

Perimeter

Das Gebiet (Perimeter) umfasst Quartiere der drei Städte Huningue, Weil am Rhein und Basel zwischen der Dreirosenbrücke im Süden und der Palmrainbrücke im Norden.

Diese Fläche umfasst insgesamt 597 Hektar. Auf rund 82 Hektar davon (ca. 120 Fussballfelder) könnten in den nächsten Jahrzehnten Raum für 20‘000 Arbeitsplätze und EinwohnerInnen entstehen.

3land Label IBA Basel

2019 erhielt das Projekt 3Land das Label der IBA Basel 2020.

Das Projekt wird vom Trinationalen Eurodistrict Basel (TEB) getragen. Die Koordination des Projekts wird zwischen 2020 und 2022 vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) der Europäischen Union (Interreg V Oberrhein) und der neuen Regionalpolitik (NRP) der Schweizerischen Eidgenossenschaft kofinanziert.

Stimmen der Projektpartner

Esther Keller – Regierungsrätin des Kantons Basel-Stadt – zur Zusammenarbeit im 3Land

Wolfgang Dietz – Oberbürgermeister von Weil am Rhein – über die wertvolle Kooperation

Jean-Marc Deichtmann – Bürgermeister der Stadt Huningue – über die Zusammenarbeit früher und heute